Klare Kriterien.
Starke Länder.
Die Nachhaltigkeitsbewertung von Ländern
Mehr als
finanzielle Stabilität
Auch Menschenrechte, Gesellschaft, Institutionen und Umwelt bestimmen die Bewertung
Verantwortung
wird vergleichbar
Über 150 Kriterien machen die Nachhaltigkeitsleistung von Ländern vergleichbar
Klare Grenzen
für Staaten
Schwerwiegende ethische Verstöße können eine Investition grundsätzlich ausschließen
Verantwortung
auf Staatsebene
Mehr als Bonität
Auch Staaten und öffentliche Emittenten können über Staatsanleihen Teil eines Anlageuniversums sein – relevant vor allem für unseren Stiftungs- und Rentenfonds. Wer in Staatsanleihen investiert, finanziert mittelbar öffentliche Haushalte, Infrastruktur und gesellschaftliche Entwicklung mit. Deshalb prüfen wir neben Unternehmen auch die sozialen, ökologischen und institutionellen Rahmenbedingungen von Ländern. Grundlage ist das Country Rating von ISS ESG: Es zeigt, wie Staaten ihrer Verantwortung gegenüber Mensch, Gesellschaft, Institutionen und Umwelt gerecht werden – anhand von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechteschutz, Umgang mit Umwelt und Klima sowie den sozialen Lebensbedingungen der Bevölkerung.
Auch Staaten müssen liefern
Die Bewertung basiert auf über 150 Kriterien (entwickelt von ISS ESG mit dem wissenschaftlichen Beirat der Agentur) und deckt rund 120 Länder ab – nahezu der gesamte globale Markt ausstehender Staatsanleihen wird so einheitlich vergleichbar gemacht.
100 Indikatoren messen institutionelle Rahmenbedingungen sowie soziale und ökologische Leistung, bewertet auf einer Skala von A+ (außergewöhnlich) bis D- (schwach). So zeigt sich, welche Länder ihrer Verantwortung besonders gerecht werden – und welche nicht.
Das Country Rating bietet damit eine überprüfbare Grundlage für die Auswahl öffentlicher Emittenten – mit Blick auf ökonomische Stabilität, Menschenrechte, gesellschaftliche Teilhabe, ökologische Belastbarkeit und Zukunftsfähigkeit.
Institutionen und Politik
Umweltinstitutionen, zum Beispiel Umweltministerien
politische Programme, etwa nationale Umweltberichte oder Klimaschutzabkommen
Beteiligung an internationalen Umweltverträgen und -abkommen
Umweltbestand und Ökosysteme
Boden und Landnutzung, zum Beispiel Natur- und Forstschutzgebiete
Wasser und Wasserressourcen
Biodiversität, zum Beispiel Vielfalt und Bestand an Säugetierarten, Reptilien, Fischen und Pflanzen
Umweltbelastungen
Bodenbelastung durch Landwirtschaft, Städte und bebaute Gebiete
Wasserbelastung
Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten
Luftemissionen, etwa Treibhausgase
Energieverbrauch
Abfall, etwa Nuklearabfall oder Giftmüll
Institutionen und Politik
politisches System und Grundrechte, etwa freie Wahlen, Versammlungsrecht und Religionsfreiheit
Beteiligung an internationalen Verträgen, etwa ILO- und UN-Konventionen
politische Stabilität, bewaffnete Konflikte und Terrorismusrisiken
Staatshaushalt, etwa Ausgaben für Entwicklungshilfe
Rolle nicht-staatlicher Organisationen
Soziale Bedingungen
Gleichberechtigung und Chancengleichheit in Bildung und Politik
Gesundheit
Bildung
Arbeit und Einkommen, Arbeitslosigkeit und Einkommensverteilung
Allgemeine Sicherheit
Bevölkerungsentwicklung
Infrastruktur
grundlegende Infrastruktur, wie z. B. Zugang zu Trinkwasser
medizinische Einrichtungen
Bildungseinrichtungen
Zugang zu Informationen
Wasserschadstoffintensität
Grenzüberschreitung
Kontroversen und Ausschlusskriterien von Ländern
Auch Staaten können über Staatsanleihen Teil eines Anlageuniversums sein – relevant vor allem für unseren Stiftungs- und Rentenfonds. Wer in Staatsanleihen investiert, finanziert mittelbar öffentliche Haushalte, Infrastruktur und gesellschaftliche Entwicklung mit. Deshalb prüfen wir Länder auch anhand des Country Ratings von ISS ESG: Es zeigt, wie Staaten ihrer Verantwortung gegenüber Mensch, Gesellschaft, Institutionen und Umwelt gerecht werden – gemessen an Rechtsstaatlichkeit, Grundrechteschutz, Umgang mit Umwelt und Klima sowie den sozialen Lebensbedingungen der Bevölkerung.
Wenn mit Ländern
kein Staat zu machen ist
Klare Ausschlusskriterien begrenzen die Optionen dort, wo staatliches Handeln zentrale ethische Grenzen überschreitet – etwa bei massiven Menschenrechtsverletzungen, schlechten Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, autoritärer Herrschaft oder mangelndem Umwelt- und Klimaschutz.
Anders als bei Unternehmen geht es bei Staaten nicht um ein Geschäftsmodell, sondern um die politische und gesellschaftliche Ordnung: Staaten schaffen Rechtsräume, schützen oder verletzen Grundrechte, setzen Umweltstandards und tragen internationale Verantwortung. Wer in Staatsanleihen investiert, finanziert dieses Handeln mittelbar mit – deshalb muss es mit den Anlagegrundsätzen der terrAssisi-Fonds vereinbar sein.
Ein Land kann wirtschaftlich stabil und finanziell attraktiv sein und dennoch nicht investierbar, wenn seine politischen, sozialen oder ökologischen Rahmenbedingungen grundlegenden Werten widersprechen. Denn für die terrAssisi-Fonds zählt nicht nur finanzielle Tragfähigkeit, sondern auch Verantwortung gegenüber Menschenwürde, Frieden, Gerechtigkeit, Teilhabe und Bewahrung der Schöpfung.
Autoritäre Regime
Kein Invest in Länder, die nach Einschätzung von Freedom House als „nicht frei“ eingestuft werden.
Einsatz von Atomenergie
Kein Investment in Länder mit hohem Atomenergieanteil, sofern kein Ausstieg oder Moratorium beschlossen ist.
Menschenrechtsverletzungen
Kein Investment in Länder, in denen Menschenrechte und Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt oder unterdrückt werden.
Atomwaffenbesitz
Kein Investment in Länder, die Atomwaffen besitzen oder deren Entwicklung fördern.
Hohes Militärbudget
Kein Investment in Länder, die mehr als 3% des Bruttoinlandproduktes in ihre Streitkräfte investieren.
Gefährdete Biodiversität
Kein Investment in Länder, die zentrale Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt nicht ratifiziert haben.
Aktive Euthanasie-Programme
Kein Investment in Länder, in denen aktive Sterbehilfe gesetzlich erlaubt ist.
Geduldete Kinderarbeit
Kein Investment in Länder mit weitverbreiteter oder unzureichend bekämpfter Kinderarbeit.
Unzureichender Klimaschutz
Kein Investment in Länder, die internationale Abkommen zum Klimaschutz nicht ratifiziert haben.
Grassierende Korruption
Kein Investment in Länder mit niedrigem Wert im Index von Transparency International.
Arbeitsrechtsverletzungen
Kein Investment in Länder mit schwerwiegenden Verstößen gegen grundlegende Arbeitsrechte.
Verdacht auf Geldwäsche
Kein Investment in Länder, die von der Financial Action Task Force der OECD als nicht kooperativ eingestuft werden.
Todesstrafe
Kein Invest in Länder, in denen die Todesstrafe nicht vollständig abgeschafft wurde oder ein Moratorium vereinbart wurde.
Die terrAssisi-Fondsfamilie
Ethische Geldanlagen für Rendite mit Verantwortung