Marktrückblick
Nach den freundlichen Sommermonaten fehlte den Aktienmärkten zuletzt eine klare Richtung. Seit August wechselten sich steigende und fallende Kurse ab. Viele Unternehmen entwickelten sich zwar weiterhin solide, und auch die Konjunkturdaten boten Unterstützung. Im September standen jedoch vor allem die Sorgen um Zinsen, Inflation und hohe Staatsschulden im Mittelpunkt.
Besonders die gestiegenen Anleiherenditen beschäftigten die Märkte. Hohe Staatsdefizite und steigende Rohstoffpreise verstärkten die Befürchtung, dass die Inflation länger erhöht bleiben könnte. In Frankreich kamen Zweifel hinzu, ob sich die angekündigten Sparmaßnahmen umsetzen lassen. Wer in französische Staatsanleihen investierte, verlangte deshalb einen höheren Risikoaufschlag. Die robuste US-Wirtschaft wiederum nährte die Erwartung, dass die Zinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Die Kurse von Staats- und Unternehmensanleihen gerieten dadurch unter Druck.
Auch an den Aktienmärkten waren die Auswirkungen spürbar. In vielen Regionen und Branchen gaben die Kurse nach. Besonders betroffen waren Immobilienunternehmen, denen höhere Finanzierungskosten zu schaffen machten. Widerstandsfähiger zeigten sich Technologieunternehmen: Die weiterhin hohen Investitionen in digitale Infrastruktur stützten ihre Geschäftsaussichten und Aktienkurse.
Der weiter steigende Ölpreis verstärkte die Inflationssorgen. Gleichzeitig suchten Anlegerinnen und Anleger verstärkt Sicherheit. Der US-Dollar gewann gegenüber vielen Währungen an Wert, während der Euro nachgab. Auch Gold verlor nach den kräftigen Zugewinnen der Vormonate etwas an Wert.
Insgesamt fanden die guten Entwicklungen vieler Unternehmen im September weniger Beachtung als die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten. Der Monat zeigte damit erneut: Kurzfristig können Zins- und Schuldenfragen das Börsengeschehen bestimmen, auch wenn die wirtschaftlichen Perspektiven vieler Unternehmen weiterhin intakt sind.
Fondsupdate terrAssisi Aktien
terrAssisi Aktien beendete den September mit einem leichten Minus von 0,1 % und blieb damit nahezu auf dem Stand des Vormonats. Innerhalb unseres Portfolios verlief die Entwicklung allerdings sehr unterschiedlich.
Die wichtigste Unterstützung kam erneut von den Technologieaktien. Die Werte dieses Sektors legten im Fonds um 5,8 % zu. Technologie war damit der einzige Sektor, der im September einen positiven Beitrag zur Fondsentwicklung leistete.
Besonders gefragt waren Halbleiterunternehmen. Sie profitierten von der anhaltenden Dynamik rund um Künstliche Intelligenz und den hohen Investitionen in Rechenzentren. Die Halbleiterwerte in unserem Portfolio gewannen 13 %, Hardwareunternehmen legten um 4 % zu. Bei Softwareunternehmen nahmen Anlegerinnen und Anleger dagegen nach der starken Erholung der Vormonate Gewinne mit. Diese Titel verloren im Durchschnitt 5 %.
Die Gesundheitswerte entwickelten sich insgesamt weitgehend stabil. Dabei gab es auch hier Unterschiede: Pharma- und Biotechnologieunternehmen konnten zulegen, während Medizintechnikunternehmen ihre schwächere Entwicklung aus den vergangenen Monaten fortsetzten.
Die schwächsten Beiträge kamen aus den Bereichen zyklische Konsumgüter und Kommunikationsdienstleistungen, die in unserem Portfolio geringer gewichtet sind. Bei den Luxusgüterunternehmen Hermès und LVMH belasteten Sorgen um die Nachfrage in China sowie schlechtere Bewertungen durch Analysten die Kurse. Auch Orange wurde von Analysten herabgestuft. Hinzu kamen Bedenken, dass neue Technologien und satellitengestützte Kommunikationsangebote den Wettbewerb verschärfen könnten.
Positive Einzeltitel
AMD (+33 %) gehörte zu den stärksten Werten des Monats. Das Unternehmen profitierte von der verbesserten Stimmung in der Halbleiterbranche und der Erwartung, dass leistungsstarke Prozessoren künftig noch stärker gefragt sein werden. Mehrere Analysten erhöhten ihre Kursziele und verwiesen dabei besonders auf die Wachstumsmöglichkeiten im Servergeschäft.
Applied Materials und KLA (jeweils +14 %) profitierten von der starken Entwicklung der Halbleiterausrüster. Nach den Kursrückgängen der vorangegangenen Monate richtete sich der Blick wieder stärker auf die solide wirtschaftliche Basis der Unternehmen. Auch die langfristig steigenden Investitionen der Chiphersteller unterstützten die positive Entwicklung.
Negative Einzeltitel
Intuit (-22 %) wurde durch Sorgen über einen zunehmenden Wettbewerb im Steuergeschäft belastet. Der Investorentag des Unternehmens konnte die Erwartungen am Markt nicht überzeugend erfüllen. Zudem beschäftigte die Anlegerinnen und Anleger die Frage, welche Herausforderungen neue KI-Anwendungen für das bestehende Geschäft mit sich bringen könnten.
General Mills (-20 %) bekam das schwierige Konsumumfeld zu spüren. Die Quartalsergebnisse lagen zwar leicht über den Erwartungen. Angesichts der schwachen Nachfrage blieb das Management jedoch vorsichtig. Insbesondere Menschen mit geringeren Einkommen hielten sich bei ihren Ausgaben zurück.
Experian (-19 %) geriet durch regulatorische Unsicherheiten in den USA unter Druck. Dort wurde über mögliche Änderungen am Geschäftsmodell von Kreditauskunfteien diskutiert. Diese Unsicherheit belastete die gesamte Branche und rückte die weiterhin solide operative Entwicklung des Unternehmens in den Hintergrund.