Takon ist ein abgelegenes Dorf in der Kommune Toffo mit rund 130.000 Einwohnern. Viele Menschen leben hier unter schwierigen Bedingungen: Es fehlt an grundlegender Infrastruktur wie Strom- und Wasserversorgung, Armut ist weit verbreitet. Der Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung ist stark eingeschränkt.
Vor 20 Jahren gründeten Ordensschwestern das Gesundheitszentrum Saint Raphaël Archange, das heute eine zentrale Anlaufstelle für die Region ist. Es umfasst eine medizinische Abteilung, eine Entbindungsstation sowie Programme zur Bekämpfung von Mangelernährung. Monatlich werden rund 400 Patientinnen und Patienten behandelt, darunter viele Kinder. Die Klinik bietet medizinische Versorgung zu äußerst niedrigen Kosten und ist für viele Menschen die einzige erreichbare Hilfe – das nächste Krankenhaus liegt 45 Kilometer entfernt.
Trotz des großen Engagements steht das Zentrum vor erheblichen Herausforderungen. Die technische Ausstattung ist veraltet und reicht für eine sichere Versorgung oft nicht aus. Besonders kritisch ist die Situation bei Geburten: Monatlich kommt es zu akuten Notfällen, bei denen Neugeborene sofort wiederbelebt werden müssen. Häufig fehlt es an ausreichender Schwangerschaftsvorsorge, da viele Familien sich diese nicht leisten können. Derzeit steht kein geeigneter Reanimationstisch zur Verfügung – mit tragischen Folgen. Immer wieder kommt es zu vermeidbaren Todesfällen.
Um die Versorgung nachhaltig zu verbessern, werden ein beheizbarer Wiederbelebungstisch sowie eine Wärmelampe benötigt. Diese Ausstattung ermöglicht es dem medizinischen Personal, in lebensbedrohlichen Situationen schnell und gezielt zu handeln und die Überlebenschancen von Neugeborenen deutlich zu erhöhen.
Mit unserem Anteil an der terrAssisi-Fondsfamilie sind wir dankbar, die Arbeit der Franziskanerinnen unterstützen zu können und haben die notwendigen 6.800 € zur Verfügung gestellt.