Zwei schwere Erdbeben haben Ende Juni Venezuela erschüttert. Besonders betroffen ist der Küstenstaat La Guaira nahe der Hauptstadt Caracas. Gebäude sind eingestürzt, Straßen wurden zerstört und viele Familien haben innerhalb weniger Minuten ihr Zuhause, ihre Sicherheit und ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Die Katastrophe trifft die Menschen in einer Situation, die bereits zuvor von großer Armut, Versorgungsengpässen und humanitärer Unsicherheit geprägt war.
Gemeinsam mit ihren franziskanischen Partnern vor Ort leisten die Franziskaner unmittelbar Nothilfe. Schon in der Nacht der Erdbeben haben die Brüder damit begonnen, betroffene Menschen mit Trinkwasser und Essen zu versorgen. Ihre Einrichtungen wurden für Familien geöffnet, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können und nun Schutz, Begleitung und einen sicheren Ort brauchen.
Besonders dringend benötigt werden derzeit Trinkwasser, Lebensmittel, Babynahrung, Medikamente, Hygieneartikel, Kleidung, Generatoren und Matratzen für provisorische Notunterkünfte. Gleichzeitig wurden Suppenküchen eingerichtet, um betroffene Familien täglich mit warmen Mahlzeiten zu versorgen.
Die Franziskaner sind den Menschen in Venezuela seit vielen Jahren verbunden. Sie kennen die Situation vor Ort, begleiten Familien, Kinder und ältere Menschen und können deshalb schnell und unbürokratisch helfen. Gerade in einer solchen Notsituation zeigt sich, wie wichtig diese gewachsenen Beziehungen sind: Hilfe geschieht nicht aus Distanz, sondern dort, wo die Not konkret erlebt wird.
Mit unserem Anteil an der terrAssisi-Fondsfamilie haben wir umgehend 15.000 € zur Verfügung gestellt, um Familien nach dem Erdbeben in Venezuela schnell und unbürokratisch mit lebensnotwendiger Nothilfe zu unterstützen.