In der Region Chaco Salteño im Norden Argentiniens leben viele indigene Familien unter schwierigen Bedingungen. Armut, fehlender Zugang zu Bildung und unsichere Einkommensmöglichkeiten prägen den Alltag. Im Stadtviertel „Misión Franciscana“ in Embarcación sind rund 1.700 Menschen, überwiegend aus den Gemeinschaften der Guaraní und Wichí, besonders betroffen.
Schwester Berta und ihre franziskanischen Mitschwester begleiten die Menschen vor Ort seit vielen Jahren. Im Zentrum „Casita de Belén“ erhalten Kinder schulische Unterstützung und einen geschützten Raum. Gleichzeitig wird deutlich: Auch Erwachsene benötigen Perspektiven – insbesondere Frauen, die oft von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind.
Das Projekt schafft daher einen sozial-produktiven Raum für Bildung und Einkommen. In Ausbildungsangeboten erlernen die Teilnehmenden praktische Fähigkeiten, etwa in der Textilherstellung und im Nähen von Kleidung und Espadrilles. Ergänzend werden Grundlagen des Unternehmertums sowie Lese- und Schreibkenntnisse vermittelt.
Rund 120 Frauen und Männer profitieren direkt. Sie verbessern ihre Einkommensmöglichkeiten, gewinnen Selbstständigkeit und stärken ihre gesellschaftliche Teilhabe. Die enge Einbindung lokaler Partner sorgt dabei für eine nachhaltige Verankerung der Maßnahmen und schafft neue Perspektiven für Familien.
Aus unserem Anteil an der terrAssisi-Fondsfamilie haben wir 5.100 € bereitgestellt, damit insbesondere Frauen durch diese Einkommen schaffende Maßnahme weiter profitieren können.