Im Süden von Honduras, nahe der Grenze zu Nicaragua, liegt die Kleinstadt Texiguat im Departamento El Paraíso. Die Region gehört zum sogenannten Trockenkorridor Mittelamerikas und ist geprägt von langen Dürreperioden, Wassermangel und den zunehmenden Folgen des Klimawandels. Die Landschaft ist bergig und trocken, viele Dörfer sind nur schwer erreichbar. Ein großer Teil der Bevölkerung gehört indigenen Gruppen an, rund 80 % der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze.
Die Situation hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie, schwere Stürme und Waldbrände sowie anhaltende Trockenheit haben Ernten zerstört und Lebensgrundlagen entzogen. Kleinbauern verlieren regelmäßig ihre Existenz, Hungerperioden werden länger, sauberes Trinkwasser ist knapp.
Besonders betroffen sind ältere Menschen, die häufig völlig auf sich allein gestellt sind, da es kaum staatliche Unterstützung gibt. Auch alleinerziehende Mütter geraten zunehmend in Not: Viele von ihnen haben mehrere Kinder und kein eigenes Einkommen. Aus Verzweiflung versuchen zahlreiche Menschen auszuwandern, oft bleiben Familien zerrissen zurück.
Die Franziskanerinnen unterstützen die Menschen vor Ort ganz konkret. Alle drei Monate verteilen sie Solidaritätskörbe mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und – je nach Bedarf – Medikamenten an rund 500 besonders bedürftige Menschen. Diese Hilfe ist oft überlebenswichtig, denn verlässliche staatliche Unterstützung erreicht die Ärmsten kaum.
Um diese lebensnotwendige Arbeit fortsetzen zu können, sind die Schwestern auf externe Unterstützung angewiesen. Jeder Solidaritätskorb bedeutet ein Stück Sicherheit, Würde und Hoffnung – dort, wo der Alltag von Mangel und Unsicherheit geprägt ist.
Mit unserem Anteil aus der terrAssisi-Fondsfamilie haben wir mit 7.200 € unterstützt.